Nachhaltigkeit
Verkohltes Holz ist an sich eine nachhaltige Wahl – natürlich, langlebig und ohne Giftstoffe hergestellt. Bei Hiil gehen wir weiter: Unsere Rohstoffe stammen teilweise aus der Kreislaufwirtschaft, unsere Energie ist erneuerbar und unser Produktionsprozess ist darauf ausgelegt, Abfall und Emissionen zu minimieren.
Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft
PEFC-zertifiziert
Sägewerksnebenströme
Wir nutzen Sägewerksnebenströme – Holz der Güteklassen 5–7, das traditionell nicht im dauerhaften Bauwesen verwendet wird. Das Material weist ästhetische Mängel auf, die wir durch Verkohlung beheben. So wird Überschussholz zu einem hochwertigen, langlebigen Produkt.
Bauindustrienebenströme
Die Nutzung von Bauabfällen war der Ausgangspunkt für Hiil. Wir arbeiten aktiv mit Akteuren der Branche: Versuchschargen und kleinere Projekte wurden erfolgreich umgesetzt, und unser Ziel ist ein größerer Produktionsmaßstab für recycelte Baumaterialien.
Nutzung von Sägespänen
Bei der Hobelung anfallende Sägespäne werden in einer Verbrennungsanlage in Kontiolahti, nur 5,1 km entfernt, energetisch genutzt.
PEFC-zertifizierte Rohstoffe
Wir sind PEFC-zertifiziert und verwenden Holz aus PEFC-zertifizierten Quellen als Rohstoff. Unser Zertifikat können Sie hier einsehen.
Technologie und Produktion
Unser Verkohlungsystem nutzt die Eigenenergie des Holzes. Für die Verkohlung selbst wird keine Fremdenergie benötigt, außer etwas Strom für die Zündung. Das System erzeugt ein Vielfaches der verbrauchten elektrischen Energie. Die Technologie wurde in Finnland entwickelt und hergestellt, die Patentierung läuft.
Nutzung der Wärmeenergie
Die beim Verkohlungsprozess freigesetzte Wärme wird in anderen Stufen der Werksproduktion und zur Beheizung der Anlage genutzt. Überschusswärme kann bei Bedarf in Strom umgewandelt oder an das lokale Fernwärmenetz verkauft werden.
Wasserzirkulation
Das Holz wird mit Wasser gelöscht oder in einem geschlossenen Wasserzirkulationssystem druckgewaschen. Ein Schwerkraft-Filtrationssystem trennt Biokohle vom Wasser. Dasselbe Wasser zirkuliert lange im System. Der Wasserverbrauch beträgt nur etwa 4 Liter pro Stunde.
Hiils Produktionsnebenströme
Biokohle
Von der Oberfläche des verkohlten Holzes abgelöste Kohle wird gesammelt. Tests zeigen, dass sie sich als Bodenverbesserungsprodukt eignet. Biokohle ist für uns ein kommerziell nutzbarer Nebenstrom.
Produktionsabfall
Holz, das in der frühen Phase des Verkohlungsprozesses die Kriterien nicht erfüllt, wird entweder in eigenen Werksprojekten genutzt oder Produktionsabfallholz wird in einer lokalen Raffinerie zu Biokohle verarbeitet.
Fahrzeugflotte
Der Großteil unserer Ausrüstung ist elektrisch (z. B. Stapelwagen und Radlader). Ein Dieselstapler wird noch für die schwersten Hebevorgänge eingesetzt, die Elektrolader noch nicht bewältigen. Neue Technologien ermöglichen den Ersatz in naher Zukunft.
Energie
Strom
Der in der Produktion verbrauchte Strom stammt aus lokal erzeugter Wasserkraft. Unser Grundstück hat eine 20-kW-Solaranlage, die 17 % des Gebäudestroms liefert. Die Tragkonstruktionen der Solaranlage sind aus Recyclingholz.
Heizung
Werkstatt und Büros werden mit energieeffizienter Erdwärme beheizt. Das Werksgebäude wird zusätzlich mit Wärme aus eigener Produktion und Fernwärme beheizt.
CO₂-Fußabdruck
Hiil-Produkte haben einen minimalen CO₂-Fußabdruck. Die größte einzelne Komponente, 99 % der Produktemissionen, ist Leinöl in der Oberflächenbehandlung. Der Verkohlungsprozess selbst (Bürsten, Waschen, Verkohlen) läuft mit Elektromotoren oder der Eigenenergie des Holzes, die erneuerbar ist.
Referenzwert mit Virgin-Holz.
Nebenstrom aus der Sägeindustrie, Güteklasse 5–7.
Rückgeführtes Holz von Baustellen.
Verkohlung ohne Oberflächenbehandlung (Ölbehandlung erhöht die Emissionen).
Quelle: Einfluss von Herstellungsprozess und Rohstoff auf die Emissionen von verkohltem Holz (Valmistusprosessin ja raaka-aineen vaikutus hiilletyn puun päästövaikutuksiin), Kainulainen, Karelia UAS, 2025. Das Dokument ist nur auf Finnisch verfügbar.
Gebäude und Kreislaufwirtschaft
Der Werksanbau wurde 2017 nach Kreislaufwirtschaftsprinzipien errichtet. Materialien vom ehemaligen Prisma-Grünbereich wurden maximal wiederverwendet: Betonpfeiler, Brettschichtholzträger, tragende Dachbleche, Sandwich-Sockelelemente und Betonfundamente.
Die einzigen neuen Materialien im Anbau waren Wandelemente, Bodenbeton, Bewehrung und Heizsystem. Dieser Ansatz reduzierte den Bedarf an neuem Material und Bauschutt erheblich und senkte die Baukosten.
- Betonpfeiler
- Brettschichtholzträger
- Tragende Dachbleche
- Sandwich-Sockelelemente
- Betonfundamente
Verpackung und Materialien
Verpackungen
Produkte werden in aus Recyclingkunststoff hergestellter Folie verpackt, davon 89 % Recyclingkunststoff (der Rest Farb- und UV-Stabilisatoren).
Marketingmaterialien
Broschüren, Visitenkarten und Druckerzeugnisse werden überwiegend aus recycelten Materialien hergestellt (z. B. Karton und Papier). Firmenwerbeartikel wie Kapuzenpullover sind aus recycelten Materialien (z. B. Pure Waste).
Musterkisten
In unseren Musterkisten nutzen wir unsere eigene Produktion und fertigen sie aus verkohltem Circuwood®-Material. Die in den Musterkisten enthaltenen Stücke sind ebenfalls aus Circuwood®. Der Karton der Infoblätter in den Musterkisten ist recycelt.