Geschichte
Bei diesem Haus ist das Gesamtkonzept klar durchdacht. Klare Baukörper, Beton und große Glasflächen verleihen dem Haus einen ruhigen, modernen Charakter. Der Carport schließt wie ein eigener Flügel an das Gebäude an, und seine verkohlte, schwarze Holzverkleidung zieht den Blick genau im richtigen Maß auf sich. Im Abend- und Winterlicht wirkt die Oberfläche tief und weich, und die umgebenden alten Kiefern binden das Gebäude in die Landschaft ein.
Die Materialentscheidungen folgen derselben Logik wie viele andere Lösungen in diesem Projekt: Heimische Herkunft und Wiederverwertung haben Gewicht. Der Bewohner schrieb am finnischen Unabhängigkeitstag über seine Freude an Hiils finnischem Kiertopuu®-Produkt und daran, dass verkohltes Restholz einen sichtbaren Platz am Haus fand.
Für die Verkleidung des Carports war ursprünglich verkohltes Accoya vorgesehen, doch als eine heimische Alternative gefunden wurde, wechselte der Plan zu verkohlter finnischer Kiefer. Der Gedanke fühlt sich in diesem Umfeld natürlich an, denn das Haus wird von stattlichen Kiefern gerahmt. Die Verkleidung wurde Teil der Geschichte – keine losgelöste Oberflächenentscheidung.
Verkohltes Holz funktioniert als Außenverkleidung, weil die verkohlte Oberflächenschicht das Holz vor Feuchtigkeit und Fäulnis schützt und die Witterungsbeständigkeit verbessert. Der Charakter der Oberfläche verändert sich mit der Zeit auf eine Weise, die wertvoll wirkt, und sie erfordert keine aufwendige Pflege, wenn Konstruktion und Details richtig ausgeführt sind.
Hier zeigt sich ein Gedanke, der in vielen gut gestalteten Häusern wiederkehrt: Das Material darf ehrlich und langlebig sein, wird aber auch der Atmosphäre wegen gewählt. Verkohltes Holz bindet den Carport in das Gesamtbild des Hauses ein und macht ihn zugleich zu einem eigenständigen, klaren Element. Bei Winterfrost wirkt die Oberfläche fast wie Samt; bei Sonnenschein zeichnet sie Schatten und Textur.